Das letzte Treffen fand wahrscheinlich am 27. November statt. Treffpunkt war die Bar des Marriot-Hotels in der ABC-Straße, wegen der Palette natürlich, die hier einmal war, damals, vor dem Marriot-Hotel… Die Bar war doch recht angenehm, mit dezenter Klaviermusik im Hintergrund, nicht zu laut für eine Unterhaltung.
Hubert Fichte mit Ian & The Zodiacs im Starclub Hamburg
Oktober 5, 2008
…binichbinich
September 29, 2008
Peter Licht, Sonnendeck. Freitag, 26. September 2008 in der Großen Freiheit (Reeperbahnfestival)
Mit Gary im Café Paris
September 29, 2008
Der Fichtenkranz trifft sich, passend zur Lektüre, im Café Paris am 1. Oktober 2008, 20:30 Uhr. Gary wird besprochen – dieses Buch hat nicht nur Freunde unter den Fichtenkränzlern.
Wir starten aber schon einmal mit der neuen Lektüre: „Die Palette“ von Hubert Fichte… na endlich!
Wirbelsturm Lolita
April 30, 2008
Dieter E. Zimmer:
Wirbelsturm Lolita – Auskünfte zu einem epochalen Roman
erscheint im September 2008
aus der Verlagsankündigung:
Vladimir Nabokovs „Lolita“ hat 1958 nicht nur in Amerika einen Wirbel ausgelöst der Roman hat seither nichts von seiner Frische verloren und ist längst zu einem modernen Klassiker avanciert. Dieses Buch bietet nicht die tausendste Lolita-Interpretation, wartet nicht mit Phantasien über eine Phantasiegestalt auf. Vielmehr untersucht es den Roman in diversen Beziehungen zur realen Welt. Es schildert den hindernisreichen Weg zu seiner Akzeptanz. Es vollzieht Lolitas Reisen quer durch Amerika nach und identifiziert zum ersten Mal alle ihre Stationen. Es verfolgt den Schimpansen im Pariser Zoo, dessen Käfigzeichnungen Nabokov den schöpferischen Funken lieferten. Es skizziert die Geschichte der deutschen Übersetzung. Es fragt, mit welchem Recht „Lolita“ als Liebesroman gilt. Und es drückt sich nicht um eine Diskussion von Humberts Leidenschaft für das zwölfjährige Mädchen, die er, der Wortgewandte, kein einziges Mal beim Namen nennt: Pädophilie. Dieter E. Zimmer hat 1959 zum ersten Mal über „Lolita“ geschrieben, später den Anmerkungsteil verfasst und die deutsche Übersetzung bearbeitet.
Peter Licht
April 25, 2008
Peter Lichts Text zum Bachmannpreis 2007:
Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends
Es ging mir gut. Ich war gesund, und ich hatte Geld. Nicht gerade unglaublich viel Geld, aber ich hatte. Ich konnte mir leisten, was ich mir leisten können wollte, und ich konnte auch mal einen Schlag drauf legen. Zwar war der Schlag so groß jetzt nicht. Aber immerhin. Ein mittelgroßer Schlag. OK sagen wir eher mal an der unteren Grenze von mittel, oder vielleicht am oberen Rand von unten, also auch nicht ganz oben am oberen Rand. Sagen wir, in einem gemessenen Abstand zu diesem oberen Rand. Oder vielleicht mit der leichten Tendenz zu „mittel“. Sprich:
Ich hatte mittel Geld. Mittel Geld im Bereich von „unten“. Obwohl, das müßte ich nochmal genauer fassen. Die natürliche Fruchtfolge vom Geld ist ja das Auf und Ab, und die Natur meines Geldes war wohl doch nicht „mittel“, sondern vielleicht einen Tacken in Richtung: ein wenig unterhalb von mittel von unten. Das klingt jetzt ein wenig kompliziert. Um es zu vereinfachen, würde ich sagen, daß man es auch als „unten“ bezeichnen könnte.
Also ok, mein Geld war unten. Aber immerhin, Geld war irgendwie da. Wenn auch vielleicht eher so: das Thema Geld war irgendwie da. Also das kann ich sagen, das Thema Geld, da war ich so im Bereich voll oben. Ich könnte also sagen, ich war voll von Geld. Überall kam es mir aus den Poren. Geld Geld Geld Geld. Geld flog in meinen Gedanken umher. Es klimperte unentwegt. Alles, was ich aufmachte, klimperte mir entgegen. Münzen Münzen Münzen. Man könnte auch so sagen: Meine Schulden waren halt geringer geworden. Sie waren vergangen. So wie der Winter vergeht, und jetzt ging es auch schon wieder aufwärts, also aufwärts im Sinne von: im Prozeß sein im Sinne von: in Bewegung hin zu dem Punkt, von dem an man die neuen Schulden als weniger betrachten könnte, wenn man wollte. Also die neuen Schulden wurden immer weniger. So könnte man vielleicht sagen. Es kam kein Minusgeld mehr hinzu, es überhäufte mich nicht, wie es mich mal überhäuft hatte. Ich war ja mal im Minusgeld geschwommen, das kann ich wirklich sagen. Geschwommen. Gekrault. Delphin. Alles. Ab einem bestimmten Punkt kommt man ja nur noch per Delphin drüber, so hepp, drüber über sein Minusgeld. Wie ein Raddampfer mit flachem Kiel. Ich möchte mal so sagen: ich lag wie ein gestrandeter Wal auf der Seenplatte meines Minusgeldes. Aber vielleicht – kann man ja ruhig sagen – vielleicht auch eher auf dem Ozean meines Geldes von unten. Vielleicht besser: Weltmeere. Also ich lag wie ein gestrandeter Wal, aber vielleicht sollte man eher vom Ozeandampfer oder Flugzeugträger sprechen, aber warum nicht gleich Ölbohrplattform? Wobei Ölbohrplattform einen Schuß ins Beschönigende hätte. Ich würde dann vielleicht besser von einer, sagen wir mal – kost ja nix – gestrandeten Insel sprechen.
Also dies wäre mein Zwischenergebnis: Ich lag wie ein gestrandeter Erdteil auf dem Weltmeer meines Minusgeldes. …weiter lesen
AM 2. Mai ist PETER LICHT zu Gast in Tartu, Estland, im Genialistide klubi, Lutsu 2
Clemens Meyer
April 23, 2008

Clemens Meyer lesen?
Die Nacht, die Lichter
oder
Als wir träumten
Nächster Termin
April 20, 2008
Das nächste Fichtenkranz-Treffen findet am 8. Mai statt.
Alexis Sorbas
April 20, 2008
Fichtenkränzlerin C. H. möchte demnächst am liebsten Alexis Sorbas lesen weil
„es ein großartiges buch ist. und ich nach dieser aufreibenden, selbstzerstörerischen und vor allem distanzierten, negativen rudelhaltung mich nach etwas sehne, was schön ist, lebensbejahend und nach gemeinschaft strebt – irgendwie.
es ist eine geschichte über eine männerfreundschaft zwischen sehr unterschiedlichen menschen und damit zwei sehr unterschiedlichen lebensweisen. es geht um kreta, dorfgemeinschaft, krieg im hintergrund, orthodoxen christen, buddhismus, sex. geile charaktere und oliven. es ist intelligent, scheiße witzig und man fühlt sich danach wie der frische frühling – bereit das leben aufzunehmen und alles zu tun worauf man nur ansatzweise bock hat (das steht natürlich zur diskussion frei). also eine extrem gegensätzliche auseinandersetzung mit dem thema individualismus, ganz anders, als es bei nabokov der fall ist. außerdem finde ich krasse gegensätze am brauchbarsten – und das wäre einer. auch der sprache wegen – es ist sehr viel einfacher geschrieben, was einerseits nabokovs gefeiltes schwergewicht unterstreicht, aber gleichzeitig das niveau hält.“
Darauf erst mal einen Metaxa…
Cat Power – New York
April 20, 2008
… am 6. Juni in Hamburg!

